Papilio

Unter dem Titel „PAPILIO“ wurde eine Faltlösung für ein leicht verstaubares Pavillon erarbeitet. Inspiriert von dem im ersten Semester entworfenen Origami-Zug, entstand hier nach Untersuchung einer Vielzahl an Faltenbögen ein völlig neues Konstrukt. Die in „PAPILIO“ entwickelte Faltlösung macht sich zunächst die aus dem Origami bekannte V-Faltung zu nutze, muss aufgrund seiner endgültigen Funktionsweise in Form eines strukturverstärkten Textils als Tensegrity-Konstruktion beschrieben werden.

ORIGAMI INSPIRIERTE TENSEGRITY KONSTRUKTION

Bei der Suche nach einer geeigneten Materialität für ein reales Produkt bestand die Intention die Leichtigkeit des Papiermodells zu bewahren. Ein im Modell erprobtes strukturvestärktes Textil, in welchem die Längsfalten durch das Anbringen von Stäben ersetzt werden, sieht in Realität eine Umsetzung aus einer witterungsbeständigen Hightech- Membran mit Carbonstäben oder Aluminiumrohren vor. Für die Dimensionierung der Stäbe wurde ein mathematisches Modell erstellt.

“TENTILIO“ UND „PAPILIO“

Dem Projekt sind zwei Varianten eines Pavillons entsprungen: „TENTILIO“, die komplett zerlegbare zeltartige Bedachung für den Garten und das „PAPILIO“-System, das ausgehend von einer hexagonalen Grundform zwei Module umfasst. Letzere können frei für die unterschiedlichsten Anwendungsgebiete, beispielsweise für Ausstellungen, als Messestand, aber auch zum privaten Gebrauch kombiniert werden.

Nicole Nagl

Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz.

Bilder: Nicole Nagl