Entwicklung eines Elektromobils für Senioren

Benjamin Boysen
Am 25. Jänner präsentierte Benjamin Boysen seine Masterarbeit Entwicklung eines Elektromobils für Senioren

Abstract

Ein nahmhafter Hersteller im Rehabilitationsbereich denkt über die Ausweitung seines Produktportfolios nach. Diese Ausweitung stellt den Rahmen für die vorliegendene Arbeit und das Entwickeln eines Elektromobils für Senioren. Im Gegensatz zu dem herkömmlichen Elektrorollstuhl verfügen Elektromobile über eine direkte Lenkung und bieten daher vorwiegend Betroffenen mit isolierten Gehbeeinträchtigungen eine Alternative. Dieses Projekt thematisiert die Konzeption und Gestaltung eines Produktes mit der Intention sich von dem bestehenden Markt deutlich abzuheben. Der Gestaltungsprozess orientiert sich vor allem an differenzierenden Designmerkmalen und einer hohen Qualitätsanmutung, ferner fließen funktionale Anforderungen wie Zuverlässichkeit und Transportierbarkeit mit ein. Der Projektverlauf orientiert sich außerdem stark an den Bedürfnissen der Zielgruppe. Gibt es eine Möglichkeit die Komplexität des Produktes zu reduzieren und somit eine Brücke zwischen zeitgemäßer Technik und dem bei Senioren häufig vorherrschenden Respekt gegenüber Neuem zu bilden? Können angesprochene Emotionen diesen Prozess begünstigen? Hier setzt das Produktdesign an und fungiert als Instrument, mit dessen Hilfe an betroffene Menschen herangetreten werden kann. Im Zuge dieses Vorhabens eröffnet eine umfassende Recherche die Thematik. Dieser Schritt beinhaltet unter anderem die Betrachtung der Lebensumstände der potentieller Kunden, wofür empirische Untersuchungsmethoden ergänzend Anwendung finden. Die Ergebnisse der Nachforschungen werden anschließend im Analyseteil ausgewertet und als Fundament für Konzeption und Produktentwicklung verwendet. Die Herausforderungen dieser Arbeit erstrecken sich folglich über zwei zusammenhängende Bereiche: Primär, ein Produkt zu entwerfen das sich spielend in den Alltag der potentiellen Kunden einfügt und in seiner Funktionalität einen Mehrwert bietet. Die sekundäre Anforderung bezieht sich auf die Frage, wie diese Eigenschaften, klar und verständlich zu übermitteln sind, damit das Elektromobil vom Markt angenommen wird.

Dipl.-Ing. Benjamin Boysen

Industrial Design
Universität für künstlerische und
industrielle Gestaltung Linz.